{"id":494,"date":"2019-01-28T20:09:41","date_gmt":"2019-01-28T20:09:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tecks.de\/?p=494"},"modified":"2019-02-05T20:10:25","modified_gmt":"2019-02-05T20:10:25","slug":"arbeitsbereitschaft-wahrend-ruhepause","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tecks.de\/?p=494","title":{"rendered":"Arbeitsbereitschaft w\u00e4hrend Ruhepause"},"content":{"rendered":"<div class=\"news-text-wrap\">\n<p><b>Damit eine \u201ePause\u201c als Ruhepause anerkannt werden kann, muss sie ihrer Lage nach f\u00fcr den Arbeitnehmer vorhersehbar sein. Au\u00dferdem muss sie echte Freizeit sein, d.h. der Arbeitnehmer muss \u00fcber diese Zeit nach seinem Belieben verf\u00fcgen k\u00f6nnen. Im konkreten Fall hatte der OGH Stellung zu beziehen, ob bestimmte Zeiten von Zug-Boardservice-MitarbeiterInnen Arbeitszeiten oder Ruhepausen waren. <\/b><\/p>\n<p>Die Arbeitspl\u00e4ne enthielten den Hinweis, dass die Pause unter R\u00fccksichtnahme auf die Kundenfrequenz zu absolvieren sei. In den Z\u00fcgen gab es f\u00fcr die Kl\u00e4ger keine reservierten Sitzpl\u00e4tze oder ein Abteil, das sie in den Ruhepausen benutzen konnten. Im Bistro-Bereich befand sich zwar eine ausklappbare Sitzfl\u00e4che; die dort sitzende Person konnte jedoch von den Kunden an der Theke gesehen und angesprochen werden. Auch die f\u00fcr den Speisen- und Getr\u00e4nkewagen zust\u00e4ndigen MitarbeiterInnen durften KundInnen nicht mit der Begr\u00fcndung, es w\u00fcrde Pause gehalten, abweisen. Es bestand jederzeit die M\u00f6glichkeit, von einem Gast angesprochen zu werden. In diesem Fall hatten die MitarbeiterInnen unverz\u00fcglich die Arbeit aufzunehmen. Zeitr\u00e4ume, von denen die Kl\u00e4ger im Vorhinein wussten, dass sie f\u00fcr eine bestimmte Dauer nicht arbeiten mussten, gab es nicht. Sie waren stets offensichtlich als MitarbeiterInnen der Beklagten erkennbar, f\u00fcr Fahrg\u00e4ste ansprechbar und mussten damit auch arbeitsbereit sein.<\/p>\n<p>Die Vorinstanzen gaben der Klage statt.<\/p>\n<p>Der Oberste Gerichtshof best\u00e4tigte die Entscheidung des Berufungsgerichts. Damit eine \u201ePause\u201c als Ruhepause anerkannt werden kann, muss sie ihrer Lage nach f\u00fcr den Arbeitnehmer vorhersehbar sein, sich also an einer im Vorhinein definierten zeitlichen Position im Rahmen der Arbeitszeiteinteilung befinden oder vom Arbeitnehmer innerhalb eines vorgesehenen Zeitraums frei gew\u00e4hlt werden k\u00f6nnen. \u00dcberdies muss sie echte Freizeit sein; der Arbeitnehmer muss \u00fcber diese Zeit nach seinem Belieben verf\u00fcgen k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/div>\n<p>Quelle: www.huebner.at<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Damit eine \u201ePause\u201c als Ruhepause anerkannt werden kann, muss sie ihrer Lage nach f\u00fcr den Arbeitnehmer vorhersehbar sein. Au\u00dferdem muss sie echte Freizeit sein, d.h. der Arbeitnehmer muss \u00fcber diese Zeit nach seinem Belieben verf\u00fcgen k\u00f6nnen. Im konkreten Fall hatte der OGH Stellung zu beziehen, ob bestimmte Zeiten von Zug-Boardservice-MitarbeiterInnen Arbeitszeiten oder Ruhepausen waren. 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