{"id":512,"date":"2019-06-22T13:27:59","date_gmt":"2019-06-22T13:27:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tecks.de\/?p=512"},"modified":"2019-06-17T13:20:21","modified_gmt":"2019-06-17T13:20:21","slug":"personalakten-speicherung-und-zugang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tecks.de\/?p=512","title":{"rendered":"Personalakte &#8211; Speicherung und Zugang"},"content":{"rendered":"<p>Die Personalakten von Mitarbeitern enthalten zum Teil hochsensible Daten, wie z.B. Gesundheitsdaten oder Kontodaten aus welchen sich u.a. Profile ableiten lassen k\u00f6nnten. Aus diesem Grund gilt f\u00fcr Personalakten der Grundsatz der Vertraulichkeit.<\/p>\n<p>Der Arbeitgeber ist verpflichtet, daf\u00fcr Sorge zu tragen, dass nur ein <u>begrenzter Personenkreis im <strong>Personalwesen<\/strong><\/u> Einsicht in die Personalakte erhalten. Die folgt auch aus dem Grundsatzurteil des <strong>BAG (Urt. v. 15.07.1987 \u2013 5 AZR 218\/86)<\/strong>, wonach der Kreis der Einsichtsberechtigten vom Arbeitsgeber m\u00f6glichst klein zu halten ist. Dieser Kreis ist in der laufenden Rechtsprechung durch s\u00e4mtliche Gericht f\u00fcr die Personalabteilung anerkannt worden.<\/p>\n<p>Die Gew\u00e4hrung von Zugang zu den Personalakten ist nach <strong>\u00a7 26 Bundesdatenschutzgesetz<\/strong> schlie\u00dflich ausschlie\u00dflich zur Begr\u00fcndung, Durchf\u00fchrung oder Beendigung des Arbeitsverh\u00e4ltnisses zul\u00e4ssig. Insbesondere im Hinblick auf die im Jahr 2018 in Kraft getretene Datenschutz-Grundverordnung ist ein ausreichender Datenschutz nur dann gew\u00e4hrleistet, wenn die Einsichtnahme zum Zwecke der Personalverwaltung bzw. einer Personalangelegenheit erfolgt. Selbst ein Personalverwalter darf daher nicht beliebig Einsicht in Personalakten nehmen. Weiterhin gilt das Gebot der Datenminimierung gem. <a href=\"https:\/\/www.datenschutz.org\/bdsg\/\">Bundesdatenschutzgesetz<\/a> und DSGVO. Eine Weitergabe der in der Personalakte erhaltenen Daten zum Zwecke der \u201eeinheitlichen Sammlung\u201c aller Daten ist vor dem geschilderten Hintergrund nicht zul\u00e4ssig.<\/p>\n<p>Alle Mitarbeiter haben das Recht auf informationelle Selbstbestimmung \u2013 als Teil des Rechts auf Privatsph\u00e4re. Auch die personenbezogenen Daten in der Personalakte unterliegen dem Datenschutz uneingeschr\u00e4nkt, als sie Eigentum des jeweiligen Arbeitnehmers sind.<\/p>\n<p>\u201eThe right to be forgotten\u201c (<strong>Art. 17 DGSVO<\/strong>). Hier wird es besonders interessant und aufwendig f\u00fcr ein Unternehmen nicht nur glaubhaft darzustellen wo und wie Daten gespeichert sind sondern auch den Nachweis zu erbringen das die Daten tats\u00e4chlich gel\u00f6scht wurden.<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #999999;\"><em>Praxistip:<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #999999;\">Personalakten in Papier oder elektronisch am besten nur in der Personalabteilung. Einsicht nur zweckgebunden und mit Einverst\u00e4ndnis des Arbeitnehmers. Vorgesetzte haben nur \u00e4u\u00dferst bedingt eine Einsichtm\u00f6glichkeit.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Personalakten von Mitarbeitern enthalten zum Teil hochsensible Daten, wie z.B. Gesundheitsdaten oder Kontodaten aus welchen sich u.a. Profile ableiten lassen k\u00f6nnten. Aus diesem Grund gilt f\u00fcr Personalakten der Grundsatz der Vertraulichkeit. 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